Die Sakramente ...

... sind sichtbare Zeichen der Nähe Gottes

Wir Menschen gebrauchen äußere Zeichen, um auszudrücken, was zwischen uns vorgeht. Innen und Außen sind keine Gegensätze: Inneres drückt sich im Äußeren aus und Äußeres wirkt auf Inneres.

So ist es auch in unserer Beziehung zu Gott. Gott bedient sich irdischer Elemente und menschlicher Gebärden, um sich uns zuzuwenden. Solche Zeichen, die Gott mit seiner Gegenwart füllt, nennt man Sakramente.

Den Glaubenden ergeht es wie den Liebenden. Das, was sie bewegt und umtreibt ist für die anderen nicht sichtbar. Zu manchen Zeiten ist es allerdings für die Liebenden wichtig, sich einander Zeichen zu geben, die zum Ausdruck bringen wollen, was sonst nicht gesehen werden kann – und was dennoch das Wesentliche ist.

Die gefeierten Sakramente sind in diesem Sinne sichtbare Zeichen für die Liebe Gottes zu uns Menschen. Sie werden gefeiert in der Gemeinschaft der Kirche, die selber ein Sakrament, ein Zeichen der Gegenwart Gottes in dieser Welt sein will.

Sakramente sind immer Zeichen für das Eigentliche: die Liebe Gottes. Aber sie sind gleichzeitig nie nur Zeichen, sondern wir dürfen glauben, dass durch sie tatsächlich geschieht, was sie bezeichnen. Im Laufe der Geschichte wurden in der katholischen Kirche sieben Sakramente als solche definiert: Taufe, Firmung, Eucharistie (Erstkommunion-Eucharistie-Krankenkommunion), Trauung, Weihe, Beichte, Krankensalbung.