Ein angegriffener Gesundheitszustand kann alles andere im Leben belasten und einschränken. Eine schwere Krankheit macht bisher Selbstverständliches unmöglich und lässt auf drastische Weise spüren, wie bedroht das eigene Leben ist. Sie beeinträchtigt nicht nur den Körper; sie ist auch eine seelische Last und eine Anfechtung für den Glauben. Das Erreichen des Lebensabends, ob gesund oder krank, macht deutlich wie begrenzt wir Menschen sind und kann den Menschen in Lebens- und Sinnkrisen stürzen.

In solchen Situation Trost zu spenden, die rettende Nähe Christi zuzusprechen und die aufrichtende Kraft des Heiligen Geistes zu vermitteln ist der Sinn der sakramentalen Krankensalbung.

Ihr erstes Ziel ist also die innere Aufrichtung und Heiligung des kranken oder alten Menschen. Das Gebet der Kirche kann das Vertrauen auf die erbarmende Zuwendung Gottes – spürbar in der Salbung – stärken. Das Sakrament hilft, die Krise der Krankheit im Glauben zu bestehen, und kann sich daher ggf. auch heilend auf den Körper auswirken.